Das kleine 1×1 des Kaffeeröstens: Wie komme ich an Rohkaffee?

Das Wichtigste überhaupt, wenn Du Deinen eigenen Kaffee rösten möchtest, sind natürlich die rohen Bohnen. Ohne die geht nichts. Alles was später an Geräten und Technik kommt, kann man irgendwie ersetzen. Leider kann man Rohkaffee nicht im Supermarkt kaufen. Ich habe zumindest noch nie einen gesehen, der welchen im Angebot hat. Dies schließt alle mir bekannten Formen des Einzelhandels ein. Es gibt aber zwei recht einfache Wege, um an Rohkaffee zu gelangen:

  1. Du wohnst in der Nähe einer (kleinen) Rösterei. Damit sind nicht irgendwelche namhaften Weltkonzerne gemeint, sondern oft handelt es sich dabei um nette kleine Kaffebars/Cafés, die ihren Kaffee ebenfalls selbst rösten. Frag einfach den oder die Barista, ob Du ein Kilo Rohkaffee kaufen kannst. Du wirst wahrscheinlich selbst in Kaffeehochburgen wie Berlin oder Hamburg fragende Blicke ernten, aber es funktioniert! Vielleicht nicht immer, doch manche Bars verkaufen Dir gerne den Rohkaffee. Die Preise müssen dabei nicht unbedingt höher liegen, als was Du im Versandhandel bezahlst. Mit ca. 10,- Euro pro Kilogramm bist Du dabei.
  2. Es gibt eine handvoll Internetshops, bei denen man bequem online bestellen kann. Manchmal handelt es sich bei diesen Shops selbst um kleinere Röstereien. Im Angebot gibt es also in der Regel sowohl den gerösteten wie auch ungerüsteten Kaffee. Das ist schon fast alles, was man beachten muss, bevor man die Bohnen in den Warenkorb legt und bestellt.Hier eine kleine Auswahl von Onlineshops, welche ich persönlich empfehlen kann:
    – Kaffeerösterei röst.art: www.roestart.de
    – Onlineshop Docklands: www.docklands-coffee.de
    – Onlineshop Rohkaffeebohnen: www.rohkaffeebohnen.de
    Weitere Shops findest Du auch im Kaffee-Wiki.

Um erste Erfahrungen mit dem Kaffeerösten zu sammeln empfiehlt es sich, am Anfang noch nicht allzu großen Mengen zu kaufen. Je nach Röstmethode kann man in einem Arbeitsgang ca. 100 bis 300 Gramm verarbeiten. Dafür sollten zwei bis drei Kilo Rohkaffee genügen. Wenn der Kaffee noch nicht geröstet ist, lässt sich dieser übrigens problemlos und ohne Qualitätseinbußen ein bis zwei Jahre lagern.

Bei der Wahl der Sorte kann am Anfang der (günstigere) Preis kaufentscheidendes Kriterium sein. Es wird bei den ersten Versuchen garantiert zu einigen Unglücken kommen. Da wäre es schade, wenn der teure Spezialkaffee dafür drauf geht. Die Sorte spielt zunächst auch keine nennenswerte Rolle, ob Du später daraus einen Espresso oder Brühkaffee zubereiten möchtest. Doch dazu demnächst mehr…

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